30.10.2019
Hoya 2019

Nach fast 5 Jahren war es wieder soweit - Die Fachgruppe „Schwere Bergung“  begab sich vom 25.10 -27.10 2019 auf dem Weg zum Ausbildungszentrum in Hoya, um am naheliegenden Wasserübungsplatz ein spannendes und lehrreiches Ausbildungswochenende mit der 1. Bergungsgruppe des Ortsverbandes Eckernförde zu erleben. Erstmals war auch ein „Bufdi“ (Bundesfreiwilligendienstleistender) dabei. Seit dem Herbst 2019 bietet das THW (Technisches Hilfswerk) Bundesfreiwilligendienstplätze an und dabei lernen junge Leute innerhalb eines Jahres sämtliche Strukturen und Abläufe im Haupt- und im Ehrenamt kennen.

Am Freitag fuhren die Einsatzkräfte in Richtung Hoya . Die Unterkunft bezogen sie anschließend auf dem Wasserübungsplatz in Barme, ungefähr 3 km entfernt von dem Ausbildungszentrum. Nachdem gegen 21 :30 Uhr alle Helferinnen und Helfer eingetroffen waren,  konnten sie beim Abendbrot den Tag ausklingen lassen.

Der Samstag stand ganz im Sinne der Übung und Ausbildung der Gruppen. Nach einem herzhaften Frühstück um 08:00Uhr verlegten die Einsatzkräfte von Barme nach Hoya.  Das Organisationsteam hatte sich für den Tag mehrere Übungseinheiten einfallen lassen, um die Kenntnisse, Abläufe und Fähigkeiten der Einheiten zu erfassen.

Sofort nach der Ankunft in Hoya ging es mit der ersten Übung mit dem Thema „Explosion eines Hauses mit mindestens 2 vermissten Personen.“ los. Dem eingeteilten Gruppenführer aus dem OV (Ortsverband) Eckernförde Patrik Barth wurde die Teileinheit der Schweren Bergung des OV Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg unterstellt, um gemeinsam das Szenario zu bewältigen. Nach zwei Stunden und genau pünktlich zur Mittagszeit konnte diese Übungseinheit mit Erfolg bestanden werden.
Nach einem leckeren Mittagsessen vom Grill und einer Ruhephase standen die nächsten Übungseinheiten „Einsatz-Gerüst System (EGS)“ und „Bahnunfall“ auf der Tagesordnung. Die Helferinnen und Helfer wurde das EGS unterwiesen. Hier bestand die Aufgabe ein Hochwassersteg zu bauen. Dieses wurde vor einem drohenden Hochwasser in den betroffenen Städten und Gemeinden errichtet, damit bei Überflutung die Anwohner ihre Häuser relativ gefahrlos verlassen können.

Gegen Abend läutete die Alarmierung : Bahnunfall mit 2 vermissten Personen.  Ein Waggon ist entgleist und liegt auf der Seite. Wieder wurden die Gruppen in Trupps eingeteilt, um mehrere Aufgaben wie z.B. Licht Aufbau, Erkundung , sowie die Einleitung der Rettungsmaßnahmen parallel bewältigen zu können. Die vermissten Personen wurden mittels Leitern und schhiefen Ebenen aus den Waggons befreit und zur Verletztensammelstelle gebracht. Das Szenario lief so gut, dass sich das Organisationsteam noch schnell zwei kleine Szenarien einfallen lassen hat: Während des Transports der verletzten Person ging es einem Helfer plötzlich nicht gut und er brach auf dem Rasen zusammen. Nicht das, das schon im realen Fall schlimm genug ist,  kam noch ein sehr aufdringlicher Passant dazu und belästigte mit seinem Handy die Einsatzkräfte und den Verletzten.

Wie geht man als Einsatzkraft mit solchen Passanten ( Schaulustigen ) um? Man wirkt deeskalierend und benachrichtigt die Polizei.

Nach einem sehr anstrengenden Samstag für beide Gruppen konnten wir um 21 Uhr gemeinsam den Tag ausklingeln lassen und genossen das leckere Abendbrot.

Sonntag  war Abreisetag. Das Aufräumen der Unterkunft war um 10 Uhr beendet, sodass beide  Gruppen glücklich und zufrieden ihre Heimreise antreten konnten und gegen 16 Uhr in Eckernförde und Berlin das schöne Wochenende mit dem unbedingten Willen der gemeinsamen Wiederholung beendet haben.

Wir bedanken uns  bei der BUS HOYA für die Möglichkeit der Übung auf dem Gelände, sowie dem OV Eckernförde  für das tolle Wochenende.

Wir sehen uns 2021 wieder.

Text:
Fotos: THW

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Erstellt am Mi 30 Okt 2019 14:03:30 CET.
Veröffentlicht am Mi 30 Okt 2019 15:39:11 CET.
Letzte Aktualisierung am Mi 30 Okt 2019 14:14:37 CET.