Ein Warnsignal und kurz danach ein lauter Knall. Die von der Fachgruppe Sprengen geprobte Herstellung von Rettungsöffnungen mittels Sprengstoff bildete den Abschluss einer Übung am 16. Mai 2009. Zuvor übten das Technische Hilfswerk, die Freiwillige Feuerwehr Zehlendorf und die Johanniter-Unfall-Hilfe gemeinsam verschiedenen Formen der Menschenrettung auf einem Gelände in Kleinmachnow. So wurden durch die THW Bergungsgruppen u.a. Mauerdurchbrüche, Leiterhebel und der Aufbau einer Seilbahn zur Personenrettung geübt. Die Verletztendarsteller und -puppen wurden dabei realistisch von den Rettungskräften der Johanniter-Unfall-Hilfe versorgt.
Ein Schwerpunkt der Übung war die Zusammenarbeit der drei Hilfsorganisationen: So musste in einem Fall zunächst die Einsatzstelle durch Brandlöschung der Feuerwehr gesichert werden, damit Einsatzkräfte des THW anschließen einen Zugang zu den Verletzten herstellen konnten. Nachdem die Rettungskräfte der Johanniter-Unfall-Hilfe die Verletzten versorgt hatten, war eine Zusammenarbeit der Einsatzkräfte aller Organisationen erforderlich, um sie aus der Einsatzstelle zu transportieren. Darüber hinaus wurden die vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe erarbeiteten Handlungshilfen für Einsatzkräfte nach einem Anschlagsereignis geübt.
Da alleine vom THW ca. 60 Einsatzkräfte an der Übung teilgenommen haben, wurde zusätzlich die Einrichtung einer Führungsstruktur erforderlich. Diese wurde von den Zugtrupps der THW Ortsverbände Berlin-Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Spandau übernommen. Ihre Aufgabe war es die fiktiven Einsätze an die ihnen unterstellten Einheiten zu verteilen und sie zu betreuen.
Beteiligte THW Ortsverbände: Berlin-Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Spandau, Treptow-Köpenick und Marzahn-Hellersdorf