Am 24. November 2007 machten wir, die THW-Jugend Friedrichshain-Kreuzberg und Pankow, uns auf, dem Pallasbunker in Berlin-Schöneberg einen Besuch abzustatten.
Mit Hilfe des Herrn Janick von den Berliner Unterwelten lernten wir Herrn Förster, Geschichtslehrer der Sophie-Scholl-Oberschule, kennen. Herr Förster konnte eindrucksvoll schildern, dass der Pallasbunker von Ost-Zwangsarbeitern erbaut wurde, die in der Sophie-Scholl-Oberschule zur damaligen Zeit untergebracht waren. Der Pallasbunker sollte den Gerätschaften des Fermeldeamtes Schutz bieten.
1989 wurde der Pallasbunker dann zum Schutzraum für Menschen (Zivilschutz) umgebaut, was aus Sicht damaliger Bürgerinitiativen völlig unnötig erschien.
Heute ist der Pallasbunker in der Obhut der Berliner Unterwelten, die sich mit ehrenamtlichen Mitgliedern um den Erhalt solcher Bauwerke kümmert. Außen erscheint der Pallasbunker in einem bedrückendem Grau, im Inneren ist er in einem freundlichen Weiß gehalten. Er ist sehr sauber und die Anlagen sind in einem sehr gutem Zustand.
Herr Janick führte uns im Inneren auch die Luftversorgung vor, die von außen mit Strom betrieben wird. Da es keine eigene Stromversorgung für den Bunker gibt, können die Pumpen für die Luft auch über Kurbeln per Hand betrieben werden, was schnell in schweißtreibende Arbeit ausartet, welches zwei unserer Junghelfer am eigenen Leib erfuhren, da sie es selbst ausprobieren durften.
Wir danken Herrn Janick von den Berliner Unterwelten und Herrn Förster von der Sophie-Scholl-Oberschule für die aufgebrachte Zeit und die sehr eindrucksvollen Ausführungen.